Tag 51 bis 54 Kolberg-Gasky-Lazy-Darlowo

von Klaus Lüttgen

51. Tag: Kolberg-Gasky 26 km

Nach einem email-check in Kolberg's Bibliothek gehe ich erneut in Richtung Hafen und gelange so wieder auf den R 10 bzw. auf meinen Wanderpfad an die Kueste. Es ist wieder kuehler geworden, was mir beim laufen zugute kommt. Doch bald schon lassen sich dunkle Wolken blicken aber noch regnet's nicht. Allerdings, aus meinem Vorhaben, heute endlich mal wieder im Zelt zu uebernachten, wird wohl nicht's werden. Die schwere Luft drueckt das Mueckenvieh nach unten. Die Biester nutzen natuerlich die Gelegenheit um mich zu pisacken! Ueberall und alles was nicht mit Kleidung bedeckt ist, wird angegriffen. Ich weiss allerdings nicht, was schlimmer ist, die Muecken oder die Hunde, die mir bei jeder Gelegenheit laut klaeffend und  Zaehne fletschend  hinterher laufen, sobald ich durch's Dorf komme...Das mit den Hunden ist teilweise wirklich ein Problem und man sollte es tunlichst vermeiden nach Sonnenuntergang durch eine Siedlung oder aehnliches zu gehen...In Gasky gehe ich auf den Campingplatz und bekomme fuer 60 Pln. ein sauberes Zimmer.

52. Tag: 1 Tag Aus am Strand von Gasky! o km 

Einfach stundenlang am Strand abhaengen und naja...mal nach Bernstein Ausschau halten.

53. Tag: Gasky- Lazy 26 km                  

Zunaechst haelt sich der Himmel nur bedeckt, doch kurz vor Lazy fallen erste tropfen, bis es dann kurz aber heftig anfaengt zu regnen. Hier in Lazy einem kleinen Kuestenort komme ivch mit Borsanna ( mit Sicherheit falsch geschrieben ) und ihrem Ehemann ins Gespraech. Sie telefoniert kurzerhand mit einem naheliegenden Hotel und ihr Mann bringt mich netterweise auch noch dorthin. Hier lerne ich eine Reisegruppe aus Posnan kennen. Einer von ihnen spielt Mandoline und erzaehlt, dass er sein Instrument waehrend des Krieges von einem deutschen Soldaten als Geschenk bekommen hatte...Ich uebernachte in netter Atmosphaehre fuer kleines Geld!

54. Tag: Lazy-Darlowo 25 km

Ueber eine schmale Landbruecke, rechts der See Jamno und links das Meer, laufe ich stundenlang ueber den menschen-leeren Strand. Es weht ein straffer Wind und die See ist sehr bewegt! Blauer Himmel und kein Regen in Sicht...Klasse! Ab Dabkowice komme ich ueber den ebenso schmalen Kuestenwald wieder auf eine nur wenig befahrene Strasse. Wunderbares laufen! Das laufen ueber den Strand ist sehr anstraengend und ich merke die zurueckliegenden km. in meinen Beinen schon. Ab Dabki und Babolin muss ich fuer etwa 7 km zurueck auf eine wenig befahrene Strasse. Dennoch, wer es nicht selbst erlebt hat, glaub es kaum, wie hier gerast wird...einfach unglaublich! hat man es auf deutschen Strassen mitunter mit verrueckten Autofahrern zu tun...das hier verschlaegt einem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem! Wuerde ich nicht immer wieder auf die schmale Grasnarbe neben der Strecke springen, so wuerde ich hier schlichtwegs ueberfahren! Als Fussgaenger oder Radfahrer schwebst Du auf Polen's Strassen staendig in Lebensgefahr. Davon zeugen auch die vielen Kreuze, die mir auf den vielen zuerueckliegenden Kilometern immer wieder aufgefallen sind. In Darlowo beziehe ich mein Quartier bei Eva und Bogdan, zwei lieben Gastgebern, die mich in ihrem Gaestehaus ausgesprochen freundlich aufgenommen haben. Hier war ich nicht das letzte mal. Eine Empfehlung fuer jeden Besucher dieser Region!

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Kommentar

Kommentar von Die Mädels der Stadtinformation Schönebeck |

Viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

Kommentar von Mann, Brigitte und Achim |

Hallo Klaus,
wir lesen grad Deine Seite, sitzen bei uns im Garten mit Müllers zusammen und besprechen Deine Reise - und freuen uns, wenn´s Dir gut geht und Du bald wieder die Rückreise antreten kannst.
Viele Grüße
Brigitte, Achim, Monika und Jürgen aus Neuenhagen bei Berlin

PS bei uns gab´s heute auch Nudeln, aber mit sehr viel Gulasch (war schließlich Achims gute Küche)

Kommentar von renate rudolph |

hallo klaus,
es grüsst dich eine der zwei radfahrerinnen, die du in elbing getroffen hast. wir haben gehofft dich während unserer tour durch masuren nochmals zu treffen, aber mit den rädern waren wir ja schneller als du.bei den heißen temperaturen haben wir allerdings oft an dich gedacht. ich habe dich auf fotos, auch auf dem weg von elbing nach allenstein, als wir uns das zweitemal trafen. soll ich sie dir mailen?
hoffe du hast noch eine schöne zeit.
grüsse
renate

Kommentar von erika heller |

hallo klaus,
es grüßt dich die andere hälfte der beiden radfahrerinnen aus dem schönen bundesland Sachsen-Anhalt.leider haben wir noch einige zeit mit den folgen des elbehochwassers zu kämpfen aber durch eine weite solidatätswelle erhalten die hochwassergeschädigten viel unterstützung und können daraus kraft schöpfen.
das gefühl,in der not nicht allein gelassen zu sein,ist schon eine gute erfahrung.

herzlichst erika!

Kommentar von Nicole |

41. Tag: Altfriedland-Guestebueser Loose 20 km.

Die Bäckerei in der Sie so freundlich bedint wurden und Informationen erhalten haben war in Neutrebbin. ;-)
Von daher grüßen die beiden freundlichen Frauen Sie sehr und lesen nun den Bericht weiter.