Tag 77 bis 79 Ostroda-Giertzwald-Allenstein

von Klaus Lüttgen

77. Tag: Sommerfest in Ostroda 0 km

Zum 20. Jubiläum werden heute über 1000 Gäste zum Sommerfest in Ostroda erwartet. Auch der deutsche Botschafter von Polen, Herr Rüdiger Freiherr von Fritsch, war zu Besuch und zeigte aufrichtiges Interesse an meinem Projekt. Später durfte ich vor versammelten Publikum von meiner Tour erzählen...

78. Tag: Ostroda-Giertzwald

Die zurueckliegenden 1533 km stecken merklich in meinen Beinen und ich habe Schwierigkeiten mich morgens aufzuraffen, neu zu motivieren und weiterzugehen. Über eine ruhige Nebenstrecke komme ich nach Lubany. Kurz vor diesem Ort hält plötzlich ein Auto neben mir und der Fahrer erzählt, dass er mich Tags zuvor auf dem Sommerfest gesehen und meine Ansprache mitbekommen hatte und er moechte mir einige Schätzchen aus der Vergangenheit seiner Vorfahren zeigen, die er über viele Jahre, in seinem Haus gleich hier in Lubany gesammelt hat. So begeben wir uns in sein Haus und es beginnt ein fasszinierender Rundgang durch die Geschichte. Alte Karten, Dokumente seiner Ahnen, Kochgeschirr, alte Buegeleisen, Spielzeuge und vieles, vieles mehr zeigen mir Herr und Frau Corony aus Lubany. Eine interessante Begegnung, die ich so schnell nicht vergessen werde!

Später in Giertzwald besichtige ich die Gothische Kirche gleich gegenüber meiner einfachen Pension, in der ich für 35 Pln. eine einfache und saubere Übernachtungsmöglichkeit finde.

79. Tag: Giertzwald-Allenstein 21 km

Und wieder keine wanderbare Strecke. Und erneut lande ich auf der stark befahrenen Schnellstrasse 16. Gott sei Dank ist die Straße längere Zeit über den Seitenstreifen einigermaßen "begehbar" Das deutsche Haus in Allenstein ist leider voll belegt als ich dort ankomme und so werde ich an Adela und Pawel Kozicka weitergereicht, bei denen ich sehr freundlich aufgenommen werde. Hier fühle ich mich auf Anhieb sehr wohl und Pawel, zeigt mir sein Schätzchen, eine BMW R35 die er mit viel Liebe zum Detail, seit ein paar Jahren von Grund auf neu restauriert. Die beiden sind ausgesprochen Gastfreundlich und so fällt mir die Entscheidung auch sehr leicht. Ich möchte dann auch länger bei Adela und Pawel bleiben und genehmige mir für die nächsten Tage eine Auszeit.

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